Die Prüfung der Oxidationsbeständigkeit von Dichtungsbahnen stellt eine wesentliche Voraussetzung zur Gewährleistung eines qualitativ hochwertigen Produktes dar, um über die Nutzungsdauer des Bauwerkes seine Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Den Bauherren, Herstellern und Unternehmen stehen hierdurch frühzeitig in der jeweiligen Verantwortung eindeutige Nachweise zur Verfügung, wodurch neben den Qualitätsmerkmalen auch die Voraussetzungen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gestärkt werden.

Durch entsprechende Nachweise ist sichergestellt, dass die eingesetzten Produkte nicht vor Ablauf der Nutzungsdauer funktionsunfähig werden und dadurch kostenintensive Instandsetzungsmaßnahmen verursachen. Der Hersteller kann durch unabhängige Prüfungen seine Produktqualität belegen. Der Unternehmer kann gegenüber dem Bauherren den Einbau eines regelwerkskonformen Produktes nachweisen. Der Bauherr ist vor kostenintensiven Instandsetzungsmaßnahmen geschützt.

Die normativen Vorgaben zur Prüfung der Langzeitbeständigkeit der Geokunststoffe geben die einzelnen Verfahrensschritte vor. Bei uns stehen beide Prüfverfahren zur Verfügung:

  • Der Autoklaventest nach DIN EN ISO 13438 ist ein Prüfverfahren zur Beurteilung der oxidativen Langzeitbeständigkeit von Polymerwerkstoffen auf Basis von Polyolefinen. Die für die Untersuchung entwickelten Autoklaven mit einem Volumen von ca. 8 Litern ermöglichen eine maximale Prüftemperatur von 100° C und einen maximalen Gasdruck von 100 bar und sind vom TÜV für diese Maximalwerte zugelassen.
  • Die Untersuchungen zum oxidativen Abbau mittels Ofenlagerungen erfolgt bei 85° C +/- 1° C nach DIN EN ISO 14575 in einem Wärmeschrank. Die Beanspruchsdauer wird durch die jeweiligen Regelwerke vorgegeben, für Kunststoffdichtungsbahn-Produkte beträgt sie 90 Tage.