Chloridinduzierte Bewehrungskorrosion führt langfristig zu erheblichen Einschränkungen der Dauerhaftigkeit der betroffenen Bauteile mit direkten Auswirkungen auf die Standsicherheit der Bauwerke. Kostenintensive Instandsetzungsarbeiten sind die Folge. Betroffen sind vor allem exponierte Bauteile und Bauteilbereiche, welche beständig bzw. wiederkehrend in Kontakt mit chloridhaltigen Wässern oder chemischen Stoffen stehen.

Zielgruppe: Architekturbüros, Ingenieurbüros und Planungsgesellschaften, Besitzer und Liegenschaftsverwalter von Parkhäusern, Tiefgaragen, Chemieunternehmen oder Schwimmbädern

Durch die Einwirkung von Chloriden verursachte Korrosionsbildung ist in der Regel gar nicht oder erst im Endstadium optisch erkennbar. Aus diesem Grund ist die vorbeugende Untersuchung einer beginnenden Korrosionsbildung umso wichtiger, da nur so rechtzeitig Betoninstandsetzungs- und Schutzmaßnahmen ergriffen werden können. Gerade für das Erkennen von Korrosionsherden an größeren Flächenbereichen bietet sich die Durchführung einer Potentialfeldmessung als zerstörungsarme Prüfmethode an. Zusätzlich ist hier die Bestimmung des Gesamtchloridgehaltes der Bauteile oder Bauteilbereiche unumgänglich.

Die Potentialfeldmessung erfolgt durch Messung von Spannungspotentialen der in den Bauteilen enthaltenen Bewehrung. Über die Ortung von Potentialunterschieden kann eine aktive Korrosion der Bewehrung erkannt und mittels Farbunterschieden sichtbar gemacht werden. Mit Hilfe begleitender Maßnahmen, wie die Messung der Betonüberdeckung sowie die Begutachtung des Korrosionsgrades der Bewehrung in Sondieröffnungen, kann das Bedrohungspotential durch eine chloridinduzierte Bewehrungskorrosion effektiv beurteilt werden.

Unsere ausführlichen Gutachten und Prüfberichte stellen alle Untersuchungsergebnisse detailliert zusammen und bilden mit der Beurteilung des Schadensausmaßes die Grundlage für die fachkundige Planung und Ausführung geeigneter Betoninstandsetzungs- und Schutzmaßnahmen.