Das CSC-Zertifikat für eine nachhaltige Betonindustrie
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Das Concrete Sustainability Council (CSC) fördert die Transparenz über den Herstellungsprozess von Beton und dessen Wertschöpfungskette sowie die Auswirkungen auf das soziale und ökologische Umfeld. Die CSC-Zertifizierung führt so zu einer kontinuierlichen Steigerung im nachhaltigen Wirtschaften der Zement-, Rohstoff und Betonindustrie. Die Branche leistet damit ihren Beitrag für das nachhaltige Bauen.
Für wen eignet sich eine CSC-Zertifizierung?
Das Zertifizierungssystem richtet sich an Hersteller von Betonprodukten sowie Betonausgangsstoffe (Zement und Gesteinskörnung), die danach streben
- die nachhaltige Leistungsfähigkeit zu fördern und kontinuierlich zu verbessern;
- eine verantwortungsvolle Produktion und Ressourcennutzung zu unterstützen;
- die Transparenz von Nachhaltigkeitsinitiativen in der Betonbranche zu steigern;
- eine Führungsrolle in der Verbesserung der Nachhaltigkeit innerhalb der Beton-Produktkette zu übernehmen;
- ihre Produkte für Zertifizierungssysteme wie LEED, BREEAM, DGNB, Greenstar, BES 6001 usw. vergleichbar zu machen
- „Umweltbewusste Beschaffung“ in Ihrem Unternehmen umzusetzen;
- die öffentliche Wahrnehmung hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Betonsektors zu verbessern.
Was ist eine CSC-Zertifizierung?
Mit dem CSC (Concrete Sustainability Council) Zertifikat kann offengelegt werden, inwieweit ein Unternehmen im Betonsektor hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung tätig ist.
Die Zertifizierung erfolgt in den vier Kategorien Ökonomie, Ökologie, dem sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit sowie in der Kategorie Management. Die Zertifizierung umfasst sowohl das Betonunternehmen bzw. -werk als auch dessen Lieferkette.
Im Rahmen der Zertifizierung werden entsprechend diesen Kriterien Bewertungspunkte, sogenannte „Credits“, vergeben. Maximal können 100 Prozent der Credits für das Betonwerk und dessen Lieferkette vergeben werden. Dieses Gesamtergebnis setzt sich aus dem „Betonergebnis“ und den Beiträgen aus der Lieferkette zusammen.
Zusatzzertifikate: CO2-Modul und R-Modul
Betonhersteller, die im Besitz eines CSC-Zertifikats (Silber oder höher) sind, können sich nach dem CO2-Modul und R-Modul zertifizieren lassen. Das CSC-Modul wird im Zertifikat durch ein ergänzendes „CO2“ bzw. „R“-Label und der Anzahl der vergebenen Sterne zum Ausdruck gebracht.
In verschiedenen Gebäudezertifizierungssystemen (u. a. BREEAM und DGNB) werden Zusatzzertifikat mit Punkten berücksichtigt wird
Beim CO2-Modul drücken die Anzahl Sternen aus, ob das Werk optimierten Beton produziert, der gegenüber einem regionalen Referenzwert weniger THG-Emissionen [kg CO₂-Äquivalente je m³ Beton] verursacht. Die Sternenanzahl beim R-Modul steht für einen definierten Mindestgehalt an Recyclingmaterial für die deklarierte Betonsorten.
Wie läuft die Zertifizierung ab?
Der Zertifizierungsprozess setzt sich ausfolgenden Schritten zusammen:
1. Der Hersteller beauftragt Kiwa als CSC Zertifizierungsstelle mit der Zertifizierung.
2. Die Zertifizierungsstelle legt zusammen mit dem Hersteller ein Auditplan fest. 3. Der Hersteller lädt über die CSC Toolbox alle Nachweise für die verschiedenen CSC-Kriterien hoch.
4. Ein Kiwa-Auditor prüft und validiert die über die Toolbox hochgeladenen Nachweise, führt einen On-Site Audit der Produktionsstätte durch und erstellt einen Auditbericht.
5. Die Zertifizierungsstelle der Kiwa überprüft den Auditbericht, bestimmt die endgültige CSC-Punktzahl und entscheidet über die Ausstellung des Zertifikats.
6. Kiwa stellt das Zertifikat aus, sofern alle relevanten Anforderungen erfüllt sind.
7. Das Zertifikat ist für 3 Jahre gültig. Nach dem 3-jährigen Zeitraum ist eine Neubewertung und On-Site Audit nötig.
Zertifizierung im Ausland
Egal ob es im Land des zu zertifizierenden Werkes einen regionalen Systembetreiber (RSO) gibt oder nicht: Die Kiwa bietet eine CSC-Zertifizierung in fast jedem Land an. Um dabei Reisezeiten zu verkürzen, arbeiten wir nach Möglichkeiten mit lokalen Auditoren des internationales Kiwa Netzwerks zusammen.
Kostenloser „Quick-Scan“ Hersteller können vorab über die CSC-Toolbox über alle CSC-Kriterien durchführen (Dauer ca. 20 Minuten). Dieser gibt Aufschluss darüber, ob und wie ein Unternehmen oder Werk voraussichtlich zertifiziert wird.
Kiwa und CSR (Corporate Social Responsibility)
Das CSC-Zertifikat ist eine der vielen Dienstleistungen, die Kiwa im Bereich CSR / ESG bietet. Die CSR / ESG -Dienstleistungen unterstützen unsere Kunden dabei, Transparenz für ihre Leistungen und Erfolge auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit zu schaffen. Für weitere Informationen zu Kiwa und CSR / ESG folgen Sie bitte den Links. Weitere Informationen zu dem CSC-Zertifikat finden Sie auf der CSC Website.
Umweltprodukt-deklarationen (EPD) nach EN 15804 / EN 50693
Im Bauwesen rücken Nachhaltigkeitsbestrebungen immer stärker in den Vordergrund. Damit stehen Unternehmen vor der Herausforderung, die Umweltauswirkungen ihrer Produkte zu kennen und zu kommunizieren. Als wirkungsvolles Instrument werden hierzu die Umweltproduktdeklarationen genutzt.
Ökobilanzierung
Eine Ökobilanz – auch bekannt als Lebenszyklusanalyse oder englisch Life Cycle Assessement (LCA) – ist eine systematische Analyse potentieller Umweltwirkungen eines Produktsystems über den gesamten Lebensweg, von der Produktion über die Nutzungsphase bis zur Entsorgung.
Prüfung, Inspektion und Zertifizierung von Gesteinskörnungen
Die Qualität von Gesteinskörnungen und Füllstoffen ist je nach Einsatzgebiet in den Produktnormen EN 12620 (Beton), EN 13043 (Asphalt), EN 13242 (ungebundene und hydraulisch gebundene Baustoffe) oder EN 13383-1 (Wasserbausteine) definiert. Kiwa prüft Gesteinskörnungen mit mehreren Methoden.